FAQ

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zum HBDI®-Fragebogen

Was ist der HBDI®-Fragebogen?
Der HBDI®-Fragebogen dient zum Erstellen des HBDI®-Profils. Er besteht aus 120 Fragen. Die Auswertung in Form des Profils zeigt die eigenen bevorzugten Denkstile. Das HBDI® ist wertungsfrei, es ist kein Test und misst weder Fähigkeiten noch Kompetenzen.
Warum sollte ich den HBDI®-Fragebogen ausfüllen?

Im ersten Schritt hilft Dir Dein persönliches HBDI®, Deine Denkpräferenzen zu erkennen und zu verstehen. Du siehst, wo Deine eigenen Potenziale, aber auch mögliche blinde Flecken, liegen, und kannst Dich so in Deiner Persönlichkeit weiterentwickeln. Im Vergleich mit anderen wird es sehr leicht, über Unterschiede und die Chancen, die darin liegen, zu kommunizieren.
In weiteren Schritten hilft Dir das Whole Brain® Thinking.

Gewinne ich aus den Ergebnissen des HBDI®-Fragebogens unmittelbare Lerneffekte?

„Mit Hilfe Deines HBDI®-Profils eröffnen sich neue Perspektiven – Stärken und Potenziale werden sichtbar, aber auch Bereiche, die Du eventuell meidest oder weniger nutzt.

Du erfährst beispielsweise, weshalb Du mit manchen Personen leicht kommunizieren kannst und mit anderen weniger gut. Es zeigt Dir auf, was Du beim Lösen von Problemen eventuell außer Acht lässt und wie Du Entscheidungen triffst. Dein Denkstil prägt auch Deinen Beitrag für ein Team, wie Du lernst, führst und Aufgaben wahrnimmst. Durch das Profil wird es leichter, zu reflektieren und sich darüber bewusst zu werden, in welchen Bereichen Du wachsen und Dein Denken ausweiten willst. So kannst Du Dein Ziel, beispielsweise effektiver zu werden, mehr Wirkung zu erzielen oder Entscheidungen für Dich besser zu treffen oder mit anderen zu kommunizieren leichter erreichen.

Im Miteinander im Team etabliert sich durch diesen ersten Schritt schnell eine gemeinsame Sprache, in der viele Themen leichter und klarer angesprochen und vor allen Dingen visuell transparent gemacht werden können.
So könnt Ihr viel besser an einem Strang ziehen und Eure Richtung und der „Reason Why“ werden sehr viel schneller mit allen zu teilen sein.

Häufig gestellte Fragen zum HBDI®

Was ist das HBDI®-Profil?

Das HBDI®-Einzel-Profil ist die Möglichkeit, die bevorzugten Denkpräferenzen einer Person im Whole Brain®-Modell dazustellen, zu visualisieren. Es dient der Potenzialanalyse und Persönlichkeitsentwicklung, im Unternehmensbereich dient es der Mitarbeiter- und Teamentwicklung und ist oftmals der erste Schritt, die Sprache und den Ansatz auf der individuellen Ebene zu verstehen. Damit ist es die Vorraussetzung für viele Anwendungen von kognitiver Vielfalt und Perspektivenintegration.

Es zeigt die bevorzugten Denkstile einer Person dargestellt in vier Quadranten, welche verkürzt die vier Denkstilrichtungen des Modells, „Analytisches“, „Praktisches“, „Zwischenmenschliches“ und “ „Experimentelles“ Denken, darstellen. Das HBDI® ist wertungsfrei, es gibt keine guten oder schlechten Profile. Es ist kein Test und misst weder Fähigkeiten noch Kompetenzen.

Welche HBDI®-Profile gibt es?

Es gibt das HBDI®-Einzelprofil, hier meist einfach HBDI®-Profil genannt, das HBDI®-Zwei-Personen-Profil und das HBDI®-Teamprofil. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Kulturen, Organisationen oder Präferenzen von Unternehmensbereichen abzubilden.

Gibt es gute oder schlechte Profile?

Das HBDI®- Profil ist wertungsfrei, es gibt keine guten oder schlechten Profile. Das HBDI® ist kein Test und misst weder Fähigkeiten noch Kompetenzen. Jeder Mensch besitzt einen individuellen Denkstil und das ist gut so. Denn Heterogenität im Denken, beispielsweise von Teams, ist in komplexen Fragestellungen, wie wir sie heute finden, die Voraussetzung für bessere Ergebnisse.

Was ist der Unterschied zwischen dem H.D.I.®-Profil und dem HBDI®-Profil?

Um auch international mit einer starken Marke aufzutreten, fand 2006 bei Herrmann International Deutschland die Umbenennung des etablierten Herrmann Dominanz Instruments H.D.I.® in die international genutzte Bezeichnung HBDI® (Herrmann Brain Dominance Instrument®) statt.

Wer sind HBDI®-Zertifizierte?

HBDI®-Zertifizierte sind durch Herrmann zertifizierte Personen, die entweder als externe Experten (z.B. Trainer, Berater, Coaches) oder als unternehmensinterne Anwender (z.B. Personalverantwortliche, Personalentwickler, HR-Manager, Change-Begleiter, Führungskräfte) das HBDI®-Profil und seine verschiedenen Anwendungen einsetzen und nutzen dürfen.

Alle von Herrmann zertifizierten Personen durchlaufen eine Ausbildung für den Einsatz und das in den Kontext setzen des HBDI®-Einzel, -Zwei-Personen- und Teamprofils. Unsere zertifizierten Personen sind dazu verpflichtet, die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Die verschiedenen Profile werden von den Zertifizierten häufig im Rahmen von Change-Prozessen, Trainings, Workshops, Coachings und ähnlichem verwendet.

Wer wird meine Antworten und Ergebnisse zu Gesicht bekommen?

Als Teilnehmer in einem geplanten Seminar mit einem Trainer/ Berater: Der Trainer, der Dir Dein persönliches HBDI®-Profil überreicht, ist ein durch Herrmann zertifizierter HBDI®-Anwender. Alle von Herrmann zertifizierten Personen durchlaufen eine umfassende Ausbildung für den Einsatz und die Erklärung der HBDI®-Auswertungen bezüglich Einzelpersonen, Paaren und Teams. Unsere zertifizierten Experten sind dazu verpflichtet, den Schutz der Daten der Teilnehmer zu wahren.

  • Die HBDI®-Profilmappe ist mit einem „Vertraulichkeits-Siegelaufkleber“ versiegelt.
  • Für die Nutzung der SaaS-Plattform Axon besteht ein umfassendes Datenschutz-Konzept. Du als Thinker und Endnutzer entscheidest dabei, wer Deine Daten sehen darf und wer nicht.
  • In Trainings und Gruppensession, beispielsweise zur Teamentwicklung, ist der anonymisierten Einsatz der Profile zu Beginn Standard. Meist entscheiden alle im Team, dass sie nur profitieren, wenn sie über die Profilergebnisse sprechen. Aber es gilt immer: Du entscheidest, mit wem Du Dein Profil teilen möchtest und kannst auch verlangen, es nicht zu teilen, wenn Du es nicht möchtest.
  • Sollten Du Dein Profil im Wege unseres e-leanings Thinker Journey entdecken und zum ersten Mal erhalten, entscheidest Du sowieso ganz allein, ob jemand Einblick in Deine Profilergebnisse erhält.

Nachdem Du die Datenschutzerklärung durchgesehen hast, wirst Du, um den HBDI®-Fragebogen ausfüllen zu können, nach Deiner Zustimmung zu dieser gefragt. Solltest Du den HBDI®-Fragebogen nicht ausfüllen wollen, so klickst Du auf „Ich akzeptiere nicht“.

Den Button findest Du auf der ersten Seite des Fragebogens. Bitte beachte, dass es nicht möglich ist, ohne Zustimmung zur Datenschutzerklärung den Fragebogen auszufüllen.

Häufig gestellte Fragen zu Whole Brain® Thinking

Was ist Whole Brain® Thinking?
Es gibt Menschen, die auf einem Gebiet oder in einem Bereich extrem schlau und kompetent sind, aber in anderen Bereichen wenig Fähigkeiten besitzen. Das „geistesabwesende“ Genie ist dafür ein Beispiel. Wissenschaftliche Theorien stellen für diesen Menschen kein Problem dar, sich auf einer Party mit anderen Gästen zu unterhalten womöglich schon.

In der Praxis finden wir beispielsweise den Strategen, den Spezialisten bezüglich „größerer Zusammenhänge“, der aber gleichzeitig laufend Details übersieht. Wie lässt sich das erklären?

Wissenschaftliche Untersuchungen über das Gehirn haben ergeben, dass jeder von uns eine bestimmte Art und Weise zu denken bevorzugt. Dies wiederum beeinflusst unsere Informationsaufnahme und die Verarbeitung von Informationen.

Die Kenntnis des eigenen Denkstils und die der Anderen, kombiniert mit der Fähigkeit, außerhalb seines bevorzugten Denkstils zu agieren, bezeichnet man als Whole Brain® Thinking. Ein einfach zu begreifendes Modell beschreibt diese Denkstilpräferenzen. Das Modell wurde von Ned Herrmann während seiner Zeit als Leiter der Führungskräfteentwicklung bei General Electric entwickelt.

Ned Herrmann war Physiker und fasziniert davon, wie man mit Hilfe von Erkenntnissen über Vorgänge im Gehirn die oben beschriebene Begabung erklären kann. Auf der Grundlage bereits existenter Forschungsergebnisse zum Thema Gehirn und durch seine eigenen Studien fand Herrmann heraus, dass es vier Muster Modi gibt, die die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen im Gehirn modellhaft reflektieren. Das Whole Brain® Thinking-Modell ist der physiologische Ansatz, der aus diesem Prozess heraus entstanden ist.

Welche sind die vier Denkstilpräferenzen?
Unter dem Begriff Whole Brain® Thinking-Modell wird die Unterteilung des Gehirns in vier unterschiedliche Quadranten verstanden. Die Quadranten beziehen sich auf unterschiedliche Denkstile. Alle Quadranten besitzen die gleiche Bedeutung.

  • Der obere linke, blaue, A-Quadrant steht für analytisches, logisches, quantitatives, faktisches Denken.
  • Der untere linke, grüne B-Quadrant bezieht sich auf praktisches Denken, Details verfolgen, planen, organisieren.
  • Der untere rechte, rote C-Quadrant ist auf steht für den zwischenmenschlichen, emotionalen, kommunikativen Denkstil.
  • Der obere rechte, gelbe D-Quadrant steht für das experimentelle, visionäre Denken, das Entwickeln und Integrieren von Informationen, er beschreibt einen intuitiven, ganzheitlichen und kreativen Denkansatz.
Wie haben sich meine Denkstilpräferenzen entwickelt?
Experten sind sich einig – wir sind ein Produkt aus unseren Anlagen und unserer Erziehung. Der Grad der Abhängigkeit ist seit Jahrhunderten Inhalt von Expertendebatten. Die genetischen Anlagen, mit denen wir geboren werden, repräsentieren das „Natürliche“ in uns. Das Gehirn allerdings existiert nicht in einem Vakuum. Jede Interaktion, die wir mit der Welt haben, baut buchstäblich unser Gehirn auf und verändert es. Alles hat einen Einfluss: unsere Eltern, die Schulbildung, die Arbeit, Hobbies, unsere Beziehungen zu anderen Menschen.
Welche Forschung steht hinter Whole Brain® Thinking?

Nach der modernen Hirnforschung ist jedes Gehirn einzigartig und das Gehirn im Allgemeinen spezialisiert (z.B. linke Gehirnhälfte versus rechte Gehirnhälfte). Während Experten sich noch über den Spezialisierungsgrad uneinig sind, besteht die Einigkeit darüber, dass Spezialisierung im Gehirn existiert.

Das Dominanzkonzept ist ebenfalls anerkannt: Augendominanz, Handdominanz, Fußdominanz, Ohrdominanz und Gehirndominanz. Trotz des symmetrischen Aufbaus unseres Körpers – wir Menschen haben zwei Augen, zwei Hände, zwei Füße, und zwei Gehirnhälften – sind sich Experten darüber einig, dass der Gebrauch dieser dualen Organe weitgehend asymmetrisch erfolgt. Mit anderen Worten, wir benutzen eine Hälfte mehr als die andere. Die Kombination dieser Nutzungsstrukturen, der Spezialisierung und der Asymmetrie beeinflusst unser Allgemeinverhalten.

Innerhalb der beiden Gehirnhälften finden wir zwei Hauptstrukturen vor, die miteinander verknüpft sind. Diese beinhalten die beiden zerebralen Hemisphären, die über den „Corpus Callosum“ miteinander verbunden sind, und die beiden Hälften des „limbischen Systems“, die über den „Hippocampus“ verbunden sind. Sie sind die Verbindungen, die für die direkte Kommunikation der beiden Hälften des „cerebralen Systems“ und des „limbischen Systems“ verantwortlich sind.

Wie kann ich mehr "Whole Brain®" denken?
Whole Brain® Thinking gibt Dir die Möglichkeit beides, Deine Arbeitsleistung und Deine Kommunikation, zu verbessern. Wie oft hast Du ein Projekt oder eine Aufgabe beendet und Dich danach gefragt: „Warum haben wir nicht an diesen Aspekt gedacht?“ Oder aber „Warum kann ich mich mit dieser Person einfach nicht verständigen?“.

Whole Brain® Thinking zu nutzen bedeutet, in der Lage zu sein, die Denkstilpräferenzen aller vier Quadranten einzusetzen. Dadurch kannst Du jede Situation vergleichend und aus verschiedenen Sichtweisen betrachten. Als Ergebnis hast Du dann tatsächlich „an alles“ gedacht. Im Bezug auf Kommunikation bedeutet das, dass jeder Quadrant seine eigene Sprache als Ausfluss der ihm zugeordneten Denkstilpräferenzen besitzt.

Im Normalfall schalten wir ab, wenn jemand einen Sprachstil verwendet, mit dem wir Schwierigkeiten haben. Whole Brain® Thinking liefert den Rahmen dafür, „zuzuhören“ und mit anderen „zu sprechen“. Es erlaubt einem „wirklich zu hören“, was andere sagen, auch wenn diese eine „andere Sprache“ sprechen. Du kannst Deine Ideen auf diesem Wege in der Sprache des Denkstils Deines Gegenübers präsentieren. So werden Kommunikationswege geöffnet.

In welchen Situationen kann man Whole Brain® Thinking anwenden?

In jeder Situation, die einen umfangreicheren Gedankenprozess als den eines Quadranten mit dessen spezifischen Eigenschaften erfordert.

Es folgen drei Beispiele für häufige Anwendungen von Whole Brain® Thinking:

Entscheidungsfindung

Die meisten Entscheidungen profitieren von einem ganzheitlichen Gedankenprozess. Wir benutzen hierfür einen Ansatz, den man „walk around“ nennt. Ein typisches Beispiel ist der Kauf eines Autos. Quadrant A-Denker schauen sich die Informationen vorzugsweise über die technischen Leistungen des Fahrzeuges im Internet an. Quadrant B-Denker lesen die Kundenberichte, um Daten zur Verlässlichkeit und zu praktischen Merkmalen des Fahrzeuges zu erhalten (z.B. Kofferraumgröße, Sicherheitsbewertung usw.). Personen aus dem C Quadranten fahren eine „Testrunde“ mit dem Auto, um festzustellen, ob sich das Fahrzeug ihrer Wahl für sie „richtig anfühlt“ und der D Quadrant-Denker wird sein Augenmerk auf ästhetische Merkmale, wie Farbe, Styling und Neuheiten eines Fahrzeugmodels richten.

Whole Brain® Thinking zu nutzen bedeutet, in allen vier Quadranten zu denken, was einem einerseits mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Entscheidungsfindung verschafft und andererseits unerwartete Überraschungen zu vermeiden hilft. Nur den Denkstil eines Quadranten einzusetzen, wird oft zu einem schlechteren Ergebnis führen. Stell Dir eine Person vor, die ein Auto auf Grund seines Erscheinungsbildes, der Fahrweise und des Fahrgefühls kauft, dabei aber übersieht, die Größe des Kofferraums zu prüfen, und nach dem Kauf feststellt, dass die Golfschläger im Kofferraum keinen Platz haben!

Teambeziehungen

Die meisten Teams werden mit der Einstellung gebildet, von den Unterschieden der einzelnen Teammitglieder per Synergie zu profitieren. In vielen Fällen beeinträchtigen jedoch eben diese Unterschiede in den Denkstilen die Teamperformance.

Whole Brain® Thinking kann Teams dabei helfen, die Unterschiede zwischen einzelnen Teammitgliedern und die daraus resultierenden Folgen für das Team wahrzunehmen, Kommunikationsprobleme und Konflikte zu beseitigen und dann diese Unterschiede dafür zu nutzen, das Ideenpotenzial seiner Teammitglieder mit größerem Erfolg für die einzelnen Mitglieder und das gesamte Team einzusetzen.

Darüber hinaus kann ein Team, das seine Denkstilpräferenzen kennt, die Kommunikation mit anderen Teams und Arbeitsgruppen trotz unterschiedlicher Denkstilpräferenzen zum Vorteil aller deutlich verbessern.

Kommunikation

Ziel von Kommunikation ist in den meisten Fällen, eine Idee zu vermitteln, Informationen auszutauschen oder jemanden von etwas zu überzeugen. Wie oft hast Du die frustrierende Situation erlebt, dass Du versucht hast, jemandem etwas zu erklären und Dein Gegenüber hat Dich einfach nicht verstanden. Um sich effektiv zu verständigen, ist es wichtig, „die Sprache“ und Denkweise der Person, mit der Du kommunizierst, zu verstehen.

Eine Whole Brain® Thinking Diagnose Deiner Zuhörerschaft liefert Dir wichtige Informationen, damit Du Deine Sprache und Präsentation auf Deine Zuhörer zuschneidern kannst. Sollten die Denkstilpräferenzen Deines Publikums unklar sein, so nutze den „Whole Brain® Thinking-Ansatz“, um Dich in allen „Sprachen“ auszudrücken. Dies vermindert die Gefahr von gescheiterter Kommunikation und verbessert die Aussicht darauf, dass Deine Aussagen von Deinem Publikum wirklich verstanden werden.

Ist Präferenz das gleiche wie Kompetenz?
Eine Präferenz für einen Arbeitsbereich oder für eine Tätigkeit und die Kompetenz, die nötig ist, diese Handlung oder Tätigkeit auszuführen, sind nicht das Gleiche. Am einfachsten ist es, sich ein Fach in der Schule vorzustellen, das Du wirklich gerne mochtest. Dein Interesse steht für Deine Präferenz. Sich für etwas zu interessieren, bedeutet aber nicht unbedingt, dass sich daraus Fähigkeiten und Kompetenzen entwickeln, sondern zunächst einmal nur, dass Du Dich gerne gedanklich mit diesen Themen beschäftigst und dass Dich diese Aktivität positiv anregt.

Jetzt denk an einen Themen- oder Aufgabenbereich, der Dir nicht zusagt oder den Du sogar ablehnst. Stell Dir vor, Du trittst eine Arbeitsstelle an, die gewisse Kompetenzen in einem solchen Bereich voraussetzt. Es wird Dich einige Mühe, also Energie, kosten, Dir diese Kompetenzen anzueignen und es drängt sich die Frage auf, ob Du dauerhaft in dieser Funktion erfolgreich sein werden. Wir entwickeln häufig Kompetenzen in Bereichen geringerer Präferenz, obwohl wir hierfür mehr Aufwand betreiben und mehr Energie einsetzen müssen als in den Bereichen, in denen unsere Präferenzen liegen.

Erfolgswege und Fallen

Tipps

  • Der erste Schritt ist die Auseinandersetzung mit den eigenen gedanklichen Prozessen. Denk darüber nach, „wie Du denkst“. Schau Dir die Fälle genauer an, bei denen Du „gedanklich stecken bleibst“.
  • Schreib Dir auf, welche Art von gedanklichen Aktivitäten Dich motiviert und welche Dich gedanklich „auslaugt“. Plan Deine Tätigkeiten und sei Dir dieser Elemente bei der Planung bewusst.
  • Fang an, Deine bevorzugten Quadranten zu definieren, indem Du herausfindest, welche Art von Denken Dich am meisten befriedigt und interessiert.
  • Find heraus, wo und wie Deine mangelnden Präferenzen Deine Effektivität beeinträchtigen. Gibt es Tätigkeiten, die Du vermeidest, verschiebst oder bei denen Du nicht die Leistung aufweist, die Du gerne erbringen möchtest oder die von Dir erwartet wird.
  • Such Dir Hilfestellungen für diese Bereiche. Entweder Du beschäftigst Dich mit Deinen Denkstrukturen, um mehr Whole Brain zu agieren oder Du lässt Dir durch geeignete Personen helfen. Besuch Fortbildungen! Erarbeite Dir neue Fähigkeiten! Aber bedenk bitte: Wenn Du keine Vorliebe für eine Tätigkeit besitzt, wirst Du kaum eine nennenswerte Kompetenz erwerben!
  • Üb Dich darin, mit den unterschiedlichen Quadranten zu arbeiten und tu dies im Rahmen eines Hobbys oder einer Aktivität, die Dir Spaß macht. Wenn Du beispielsweise gerne „Heimwerkst“, kannst Du Deinen A-Quadranten ausbilden, indem Du versuchst zu verstehen, wie ein Gerät funktioniert, Deinen B-Quadranten stärken, indem Du Deine Aufmerksamkeit auf Zeiteinteilung und Details richtest. An Deinem C-Quadranten arbeitest Du, indem Du andere in Dein Tun einbeziehst und ihnen beibringst, wie man eine bestimmte Tätigkeit ausübt. An Deinem D-Quadranten übst Du Dich, indem Du etwas Neues ausprobierst, andere Farben oder ein neues Design verwendest.

Fallen

  • Beschränk Dich nicht im Wesentlichen nur auf die Denkstile von einem oder zwei Quadranten. Beachte bitte, dass wir alle Zugang zu allen vier Quadranten haben, auch wenn wir den Einen dem Anderen vorziehen!
  • Nimm bitte nicht an, Du wüsstest „auf Anhieb“, wie andere denken. Überprüf diese Annahme zum besseren Verständnis. Stell Dir Fragen aus unterschiedlichen Richtungen, um einen tieferen Einblick zu gewinnen.
  • Verwechsle bitte nicht Kompetenz mit Präferenz, nur weil Du annimmst, dass eine Person auf Grund ihrer Präferenzstruktur keine Kompetenz auf einem bestimmten Gebiet besitzen kann. Jeder kann sich Fähigkeiten in Bereichen geringerer Präferenz aneignen, um alltäglichen Herausforderungen gerecht zu werden.
  • Die Präferenzstruktur bietet keine Entschuldigung dafür, sich bestimmten Tätigkeiten zu entziehen. Es ist kontraproduktiv, sich nicht mit weniger bevorzugten Quadranten zu beschäftigen, wenn dies bedeutet, dass man seine Pflichten vernachlässigt oder bedeutsame Chancen nicht wahrnimmt.
  • Erkenn bitte die Komplexität Deiner Gehirntätigkeit. Verdeutliche Dir bitte, dass Du Zugang zu Denkstilen aller Quadranten hast.
  • Unterstell bitte nicht, nur weil eine Person Präferenzen in einem Quadranten besitzt, dass sie auf Grund dessen alle Denkstile, die diesem Quadranten zugeordnet werden, mit der gleichen Vorliebe benutzt. Vergiss nicht, dass jeder Quadrant verschiedene Vorlieben beinhaltet und wir nicht für alle diese Denkstile Präferenzen besitzen. Beispielsweise muss eine Person, die ganzheitliches und intuitives Denken schätzt und anwendet, nicht unbedingt auch kreativ und künstlerisch sein.
Wie kann ich mein Whole Brain® Thinking verstärken?
Ein wichtiger Aspekt von Whole Brain® Thinking ist die Möglichkeit, sich in weniger bevorzugten Quadranten „auszustrecken“. Eine sinnvolle Metapher ist, sich seine Präferenzen als etwas Elastisches vorzustellen, so als wären sie ein Gummiband, das man je nach Bedarf leicht von einem zu anderen Quadranten ausdehnen kann. Sich in anderen Denkweisen zu üben, sich gedanklich zu „dehnen“, wird Deinen gedanklichen Horizont erweitern und Du wist in der Lage sein, ganzheitlicher an Probleme, Entscheidungen oder Situationen heranzugehen. Beginne Dein „Whole Brain® Thinking Stretching“, indem Du Dir das Whole Brain® Modell ansehen und dann klären, welche der beschrieben Denkstile Dich am meisten herausfordert.

Welche Themen werden von Dir gerne vernachlässigt und wo geht Dir die Zeit und Energie aus? In welche Quadranten fallen diese Aufgabenbereiche und Tätigkeiten? Als nächstes überlegst Du Dir, zu welchen Tageszeiten Du Deine gedanklichen Hochs und Tiefs hast. Wenn Du ein „Morgenmensch“ bist, dann erledigst Du Deine Aufgaben am Morgen, wenn Du Dich fit dafür fühlst. Falls Du ein „Abendmensch“ bist, gehst Du die Aufgaben, die Dir am wenigsten zusagen, später am Tag oder in der Nacht an, nämlich dann, wenn Du Dich auf Dein gedankliches Hoch stützen kannst. Sie werden sehen, dass sich der Aufwand bei der Bewältigung besonderer Herausforderungen schon dadurch reduziert, weil Ihnen dafür mehr Energie zur Verfügung steht.

Eine weitere Möglichkeit, sich Denkstile anderer Quadranten zu bedienen, besteht darin, Personen zur Hilfe zu holen, die Vorlieben für die gefragten Denkstile besitzen. Verbringen Sie Zeit mit diesen Menschen und lernen Sie so, Situationen mit anderem Gedankenprozedere zu lösen! Falls Sie Schwierigkeiten haben, sich vorzustellen, wie der Denkstil eines Quadranten eine bestimmte Aufgabe lösen würde, so stellen Sie sich eine Person vor, die den Denkstil dieses Quadranten für Sie repräsentiert und fragen Sie sich: „Wie würde… mit dieser Situation umgehen?“

Ein anderer Weg, sich gedanklich zu „dehnen“, besteht darin, Whole Brain® Thinking als geistiges Modell bei Ihren tagtäglichen Aufgaben und Projekten aktiv zu praktizieren. Beginnen Sie damit, sich zu überlegen: „Was muss ich tun, damit ich alle vier Quadranten einbeziehe?“ Beenden Sie ihre Aufgabe, indem Sie sich nochmals vergewissern, dass Sie alle vier Quadranten bei der Lösung berücksichtigt haben. Beginnen Sie Ihre Tätigkeit mit Denkstilen aus den Quadranten, die Sie normalerweise gerne übersehen. Erstellen Sie ein Vier-Quadranten-Formblatt, teilen Sie dieses in vier Bereiche und schreiben Sie in jede Box die zugehörigen Arbeitsschritte. Je mehr Sie üben, desto routinierter werden Sie in der Handhabung der Denkstile der vier Quadranten.

Selbst wenn Sie natürlicherweise Whole Brain veranlagt sind, können Sie Ihr Whole Brain® Denken noch verstärken. Sie mögen zwar in einem konkreten Fall immer Denkstile aus allen vier Quadranten berücksichtigen, sind jedoch immer wieder mit einer Situation konfrontiert, die von Ihnen verlangt, noch tiefer mit Denkstilen eines einzelnen Quadranten einzusteigen. Berücksichtigen Sie bitte folgende Beispiele, sich intensiver mit einem Quadranten zu beschäftigen: Für den A-Quadranten vollziehen Sie eine gründliche Zahlenanalyse, zum B-Quadranten entwickeln Sie einen detaillierten Projekt- und Zeitplan, für den C-Quadranten regen Sie eine Diskussion zur Konfliktlösung an und schließlich erstellen Sie für den D-Quadranten eine langfristige Prognose über die nächsten 8 Jahre.

Ich habe von rechter und linker Gehirnhälfte gehört. Wie aber bekomme ich ein Whole Brain® Thinking?
Bei oberflächlicher Betrachtung besteht das Gehirn aus zwei Hälften und in diesem Rahmen scheint die klassische Zweiteilung rechts / links durchaus eine zutreffende Beschreibung der Struktur des Gehirns zu sein. Bei genauerer Untersuchung zeigen sich jedoch vier Teile anstatt zweier. Diese vier paarweise vorhandenen Teile bestehen aus den zwei cerebralen Hemisphären und den beiden Teilen des limbischen Systems. Die paarweisen Strukturen sind miteinander verbunden, die beiden cerebralen Hemisphären über den Corpus Callosum, die beiden limbischen Hälften über den Hippocampus. Es ist weitgehend bekannt, dass das menschliche Gehirn hoch spezialisiert ist.

Die Whole Brain® Thinking-Theorie weist spezielle Gehirnmodi nun den vier physiologischen Hirnstrukturen zu. Diese Zuweisung bildet die Basis des „Vier Quadranten Modells“. Nachdem Dominanzen nur zwischen paarweisen Strukturen auftreten, haben wir die Grundlage für ein anspruchvolles und brauchbares Modell, das nicht nur aus dem linken und rechten Modus, sondern auch aus dem cerebralen und dem limbischen Modus besteht. Der cerebrale Modus besteht aus den zwei miteinander verbundenen cerebralen Hemisphären und der limbische Modus besteht aus den zwei miteinander verbundenen Hälften des limbischen Systems.

Datenerhebungen zeigen auf, dass es eine gleich hohe Anzahl von Menschen mit cerebralen und limbischen, sowohl links- als auch rechtshemisphärischen Ausprägungen gibt. Somit räumt uns das „Vier Quadranten Modell“ die Möglichkeit ein, nicht nur zwischen linker und rechter Gehirnhälfte zu unterscheiden. Es erlaubt uns vielmehr weitere Denkstile zu unterscheiden, kognitiv / intellektuell, was die cerebrale Hemisphäre, und strukturiert / emotional, was die limbischen Präferenzen beschreibt.

Die Organisation des Gehirns und seine Physiologie sind Bestandteil seiner Ganzheitlichkeit. Das Gehirn ist so aufgebaut, dass spezialisierte Bereiche, die der Verarbeitung von Informationen dienen, mit anderen spezialisierten Gehirnteilen mit anderen Funktionen zusammenspielen. Nehmen wir dieses Bild, so sind wir keine einseitigen, sondern vielseitige Wesen. Das Organisationsmodell erklärt uns, wie das Wechselspiel zwischen den verschiedenen Gehirnmodi und Denkstilansätzen von Dominanzen und Präferenzen bestimmt wird.

Ich habe vom HBDI® gehört. Welche anderen Anwendungen gibt es im Rahmen des Whole Brain® Thinking-Konzepts?

Bekannte Anwendungen des HBDI® und des Whole Brain® Thinking-Konzepts:

  • Denkstile
  • Lernstile
  • Textanalyse
  • Kreatives Problemlösen
  • Förderung an Kreativität
  • Design
  • Innovation
  • Information
  • Kommunikation
  • Lehren/Lernen
  • Berufswahl/Karriere
  • Veränderungsprozesse
  • Mit Veränderung umgehen
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Personalentwicklung
  • Kommunikations- und Informationsmanagement
  • Unternehmensklima
  • Unternehmenskulturanalyse
  • Unternehmensentwicklung
  • Organisationsentwicklung
  • Paar Profile
  • Team Profile
  • Teamentwicklung
  • Entwicklung der Interaktion in Gruppen und Teams
  • Zusammensetzung von (Projekt-)Teams
  • Effizienz / Effektivität
  • Potenzialanalyse von Top-Management-Teams
  • Führungskräfteentwicklung
  • Effektive Meetings & Entscheidungsprozesse
  • Bereichsentwicklung und Strategieumsetzung
  • Strategie & Leitbildentwicklung
  • Synergien
  • Coaching
  • Management-Coaching
  • Projektmanagement
  • Change Management
  • Marktpositionierung
  • Whole-Brain-Audit
  • Kundenorientierung
  • Mergers & Acquisitions
  • Vertriebs- und Verkaufseffektivität
  • Lieferantenmanagement / Customer Relationship-Management
  • The Business of Thinking-Programme
Ist Gehirndominanz die Folge genetischer Anlagen oder das Resultat von Erziehung / Sozialisierung?
Beides: Wir sind der Meinung, dass Erziehung / Sozialisierung den weit größeren Einfluss ausübt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber wir gehen davon aus, dass 70% unserer Persönlichkeit von Erziehung / Sozialisierung und 30% von unseren genetischen Anlagen geprägt sind. Es sind die tiefgreifenden Einflüsse von Eltern, Schule, Freunden, Arbeit und Lebenserfahrungen, die unsere geistigen Präferenzen formen. Diese leiten uns darin, was wir tun und wie wir es tun.

Wir betrachten diese Erkenntnis als hoffnungsvolle Perspektive, denn wenn wir unsere Lebensumstände verändern, können wir uns auch selbst verändern.

Sind der "Gehirndominanz-Ansatz" und das Whole Brain® Thinking-Konzept valide? Welche Nachweise gibt es?
Das Konzept der Gehirndominanzen wurde mehrfach bewiesen. Zuerst durch Forschung und Experimente von führenden Wissenschaftlern in der Gehirnforschung wie Roger Sperry, Robert Ornstein, Henry Mintzberg und Michael Gazzanniga. Zweitens wurde es in hunderten von EEG-Experimenten, die Ned Herrmann persönlich durchgeführt hat, validiert, und drittens konnte man den Beweis aus den von Ned Herrmann geführten öffentlichen Vorführungen innerhalb von 15 Jahren entnehmen. Viertens dienen die wissenschaftlichen Studien von C. Victor Bunderson und James Olsen of Wicat sowie später die Studien von C. Victor Bunderson und Kevin Ho der Validierung des Modells. Parallel dazu experimentierten Schadty und Potvin an der Universität von Texas zu dieser Frage. Weitere Beweise stammen von mehr als 60 Dissertationen über das HBDI® und das Whole Brain® Thinking-Konzept.

Zusätzlich zu diesen wissenschaftlichen Studien gibt es viele Tausende Stimmen von Personen, die das HBDI® für besonders wertvoll und aussagekräftig für die Beschreibung und das Verständnis ihres persönlichen Lebens und ihrer Arbeitswelt halten. Wurde Teilnehmern die Frage gestellt, ob ihnen dieses Modell dabei geholfen hat, sich selbst, die Menschen, die sie kennen und die Erfahrungen, die sie gemacht haben, besser zu verstehen, so waren die Antworten durchwegs positiv.

Warum hat Ned Herrmann die Whole Brain® Thinking-Technologie entwickelt?
In seiner langjährigen Phase als bildender Künstler hat sich Ned Herrmann oft die Frage nach der Natur und dem Ursprung von Kreativität gestellt. Als Folge seiner Untersuchungen wurde ihm klar, dass die Quelle von Kreativität im Gehirn zu finden ist. Dieser „AHA“- Effekt führte ihn zum Whole Brain® Thinking-Modell und der Entwicklung des HBDI®.

Ned Hermann war Leiter der Führungskräfteentwicklung bei General Electric. Der Erkenntnis, dass das Gehirn als Kreativitätsquelle anzusehen ist, folgte schnell die Ansicht, dass unser Gehirn auch das Zentralorgan unseres Lernprozesses darstellt. Die beiden Tätigkeitsfelder Herrmanns als Künstler und Lehrer erlaubten es ihm, seine neugewonnenen Einsichten als Lehrer beim kreativen Whole Brain®-Lernen anzuwenden. General Electric unterstützte Neds Experimente und Anwendungen, die dann zur Entwicklung des Whole Brain® Thinking-Konzepts und des HBDI® führten.

Weitere Fragen?

Du hast weitere Fragen zu diesen FAQ´s oder weitere Fragen zu uns? Wir freuen uns, Dir persönlich mehr über die Anwendung von Whole Brain® Thinking und dem HBDI® zu erzählen.

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